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Britzer Mühle

Wer denkt heute noch darüber nach, wie eigentlich das Brot in der Theke der Bäckerei oder in der Brotausgabe des Discounters landet? Oder woher das Mehl kommt, mit dem das Brot gebacken wird? Das Wort »Mehl« kommt von »mahlen«, und gemahlen wurde üblicherweise in einer Mühle.

Wie genau das funktioniert, kann man sich in der Britzer Mühle anschauen, die zwischen 1865 und 1946 mit der Kraft des Windes Getreide in Mehl verwandelte. Zwischenzeitlich wurde der Windbetrieb durch einen Dieselmotor ersetzt, heute ist die Britzer Mühle eine der wenigen noch „arbeitenden“ Mühlen in Berlin.

Die Mühlräder drehen sich seit der Bundesgartenschau 1985 wieder gemächlich im Wind, es wird Getreide aus kontrolliert biologischer Herkunft gemahlen und aus dem gewonnenen Mehl werden mehrere Sorten schmackhafter Brote gebacken. Sie werden während der Saison von Mitgliedern des Vereins Britzer Müllerei e.V. jeden Freitag zwischen 12:00 und 17:00 Uhr und jeden Samstag zwischen 11:00 und 16:00 Uhr in der „Brotstube“ auf dem Grundstück verkauft.

 

 

Der Verein Britzer Müllerei e.V. hat gemeinsam mit der Grün Berlin GmbH die Betreuung der Britzer Mühle übernommen. Die meisten Mitglieder des Vereins sind Müller*innen, die im Rahmen einer zweijährigen Hobby-Ausbildung, die sie zum Betrieb der Mühle berechtigt, das Müllerhandwerk nach niederländischem Vorbild erlernt haben. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Britzer Mühle zu warten und zu pflegen und sie der Öffentlichkeit durch Führungen zugänglich zu machen.

Mehr Infos

Die Britzer Mühle gehört zu den sogenannten Galerieholländermühlen und besitzt als solche einen umlaufenden Balkon, von dem aus man ihre 12 Meter langen Flügel bedienen und warten kann. Ihr zwölfkantiger Baukörper ist 20 Meter hoch und birgt zwei Mahlgänge.

Die 1955 aufgrund ihrer seltenen Bauweise unter Denkmalschutz gestellte Britzer Mühle wurde zuletzt 1985 im Rahmen der Bundesgartenschau restauriert. Auch das anliegende Müllerhaus, in dem sich heute ein Restaurant mit rustikalem Ambiente befindet, wurde 1984 nach Originalvorlagen wieder aufgebaut.

Die Britzer Mühle liegt, eingebettet in grüne Obstbaumwiesen, nördlich des Britzer Gartens und lädt ihre Besucher*innen zum entspannten Verweilen in der seltenen Postkartenidylle ein.